Shopping

Shownotes

Heute kann man ja problemlos auch den Lebensmitteleinkauf per App bestellen und nach Hause liefern lassen - aber wie war die Entwicklung bis dahin und wie sahen die 'Supermärkte' um 1900 denn so aus?

Ich erzähl Euch davon! Hört gerne mal rein!

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00:00:01: Du interessierst dich für das Leben von der ständige Gesellschaft bis hin zur Körperikine?

00:00:07: Lehn dich zurück, ich erzähl davon.

00:00:15: Hallo und herzlich willkommen, eine neue Folge Leben, und heute sprechen wir über... Shopping.

00:00:22: Beim letzten Mal, das mag ja ein bisschen ähnlich klingen, haben wir ja über den Sommer gesprochen und das ja eigentlich für die Lebensmittel und für das Vollmachen der Speisekammern sehr, sehr wichtig war.

00:00:34: Und heute sprechen wir über Shopping, aber es ist eigentlich ein fast ganz anderes Thema.

00:00:39: Also bleibt gespannt und bleibt dran.

00:00:42: Viel Spaß dabei.

00:00:43: Ja, wie komme ich auf das Thema?

00:00:44: Ich habe ja einen Erziel, Kaffee nennt sich das.

00:00:47: für alle, die vielleicht schon mehrere dieser Podcast folgen gehört haben.

00:00:51: Ich treffe mich mit Senioren.

00:00:54: Ich koche, ich backe meistens ein Kuchenkochen, ein bisschen Kaffee und weiß nie wer kommt.

00:00:58: Das ist ein Angebot, was ich hier in dem Stadtteil mache, in dem ich wohne, jeder kann kommen.

00:01:02: Ist auch egal, wie alt man ist.

00:01:04: Meistens kommen aber so Damen eher, manchmal auch Herren, aber eher Damen, die so zwischen neunzehnt, dreißig, neunzehnt, viertzig geboren wurden.

00:01:11: Und ich gebe immer so ein Thema vor und entweder wir sprechen da wirklich drüber oder wir verquatschen uns in irgendein ganz anderes Thema.

00:01:18: Und beim letzten Mal habe ich gefragt, wie war das eigentlich mit den Supermärkten, wie sahen Supermärkten?

00:01:22: ihrer Kindheit aus, an was erinnern sie sich, was konnte man da kaufen, was hat das vielleicht gekostet.

00:01:27: Und so bin ich auf das Thema gekommen und hab gedacht, Mensch, ich muss auch mal mit euch über das Thema Shopping sprechen.

00:01:32: Denn da sagte eine Dame, die meisten Herrschaften dort sind tatsächlich so aufgewachsen, wie ich das auch erzählt hab, dass man selbst die Speisekammern vollgemacht hat, dass man selbst so viel wie möglich irgendwie angebaut hat, dass man irgendwie einen Garten hat oder ein Stück Land.

00:01:46: Eine Dame jedoch kommt in ihrer Kindheit, ist sie aufgewachsen im Ruhrgebiet mitten in der Stadt und die hatten überhaupt kein Garten und mussten alles irgendwie einkaufen.

00:01:56: Und so bin ich darauf gekommen, dass das natürlich auch sein konnte, dass man gar nichts selber angebaut hat, auch in den Jahrhundert, wenn man nicht gerade in einem Gutshaus gelebt hat.

00:02:05: Und das natürlich auch viele Menschen damals schon in der Stadt gelebt haben, die sich alles in irgendeiner Form besorgen mussten.

00:02:11: Ja, Supermärkte, so wie wir heute das kennen, seien das Discounter oder so, Supermärkte wie Rewe oder Edeka, die gab es natürlich nicht.

00:02:21: Und das ist auch wirklich noch eine sehr neue Sache.

00:02:25: Die sind so entstanden Ende der fünftiger.

00:02:28: Die ist der erste Supermarkt in Kölner eröffnet worden nach amerikanischem Vorbild mit einer Verkaufslöche von tausend sieben Grad Grad Meter.

00:02:36: Das war irrsinnig viel.

00:02:39: Und zwar, was zeichnet denn ein Supermarkt aus?

00:02:42: Ein Supermarkt zeichnet aus, dass man sich die waren und Produkte selber in den Einkaufswagen schiebt.

00:02:49: Und das fanden die Deutschen.

00:02:52: Die Amerikaner kannten das schon ein bisschen vorher.

00:02:54: total weird, weil es gab diese Tante-Emma-Läden, so wie wir das nennen, und es gab für jede Produktgruppe einen eigenen Laden.

00:03:02: Es gab ein Fischer, es gab ein Bäcker, es gab ein Metzger, es gab ein Schumacher, es gab ein Bekleidungsgescheiter.

00:03:07: Also für jede Sache, die man haben wollte, gab es einen eigenen Fachhandel und man wurde immer bedient.

00:03:13: Man hat sich nie die Sachen selbst genommen.

00:03:15: Auch in einem Tante-Emmerladen, wenn wir uns heute so vorstellen, ein Kiosk, da gehen wir ja auch rein und suchen uns die Sachen selber und bezahlen die dann halt.

00:03:23: Aber in einem Tante-Emmerladen ist man an die Theke getreten und man hat gesagt, was man gerne hätte.

00:03:29: Oder der Verkäufer hat das dann zusammengesucht und dann hat man das bezahlt.

00:03:33: Man hat das nicht selbst gesucht und irgendwo in ein Korb geladen oder so.

00:03:38: So wie wir dieses Einkaufen kennen, das ist richtig neu.

00:03:42: zu sagen.

00:03:43: Also, unheimlich war der erste große Supermarkt in Köln.

00:03:46: Und wie gesagt, die Deutschen waren sehr skeptisch, weil man hatte Angst, dass man völlig out of control sich Dinge in diesen Einkaufswagen legt und überhaupt keinen Überblick über seine Ausgaben hat.

00:03:57: Das war so eine große Befürchtung.

00:03:58: Und dann war natürlich die Befürchtung der Supermarktbetreiber, dass sehr viel geklaut wird.

00:04:03: Denn auch das war vorher ja nicht so möglich, indem eben diese einzelne Bedienung sich um alles gekümmert hat.

00:04:09: Und das ganze Einkaufserlebnis wurde dadurch so wie alle Neuerungen, die uns die letzten hundert Jahre gebracht haben, extrem viel schneller.

00:04:17: Denn in jedem einzelnen Fachhandel zu gehen, immer in einer Schlange zu stehen, weil vielleicht vor einem noch einer Bedient wurde, das hat sehr, sehr lange gedauert.

00:04:24: Und so ist das Einkaufen zum ersten Mal zu einem schnelleren Erlebnis, wenn man das so will, als er ein Must-have gewonnen.

00:04:33: Der erste Discounter, den gab es schon kurz darauf, nämlich... der Aldi-Markt, er erster Aldi-Markt, er eröffnet worden.

00:04:44: Und das war auch so der Vorreiter der Discounter.

00:04:47: Und was dann letztendlich noch zu einer großen Änderung geführt hat, dass diese ganzen Angebote nicht mehr mitten in der Stadt oder mitten im Dorf waren, sondern die Deutschen haben immer mehr Autos gehabt und sind immer mobiler geworden.

00:04:59: und dann hat man sich gesagt, okay, dann bauen wir doch große Läden auf grüne Flächen, dann kann man mit dem Auto kommen, wir machen einen Parkplatz und man parkt dann da und man geht dann da rein und kauft ein.

00:05:09: Weil dieses extrem große Ladenflächen waren in den Dörfern gar nicht möglich und in den Städten auch nur schwierig.

00:05:16: Also dieses Supermarktkonzept war auch zwingend daran gekoppelt, dass man irgendwie die Möglichkeit hatte, da auch hinzukommen.

00:05:24: Also hat man ab neunzehntsehntzig angefangen, Supermärkte in so Art Industriegebiete zu setzen, was vorher undenkbar gewesen wäre.

00:05:32: Wer jetzt vielleicht denkt, naja, aber ich wohne mitten in, ich weiß es nicht, Hamburg City und hier gibt es doch Ständen.

00:05:39: an jeder Ecke irgendwo oder Edeka.

00:05:41: Ja, das hat sich dann wieder gewandelt.

00:05:43: Die Märkte sind wieder in die Innenstädte zurückgekehrt, denn die Leute wollten flexibel sein.

00:05:48: Man macht nicht mehr den einen Wocheneinkauf, sondern man kauft vielleicht nur für den Tag oder den Nächsten noch ein.

00:05:55: Es gibt wieder längere Öffnungszeiten, weil der Lebenswandel so spontan geworden ist, dass man nicht mehr diese langen Vorausentscheidungen treffen möchte.

00:06:04: Deswegen gibt es jetzt ja auch wieder... in den Innenstadt-Bereichen auch kleinere, zum Beispiel Revo oder Edikas oder so City-Discounter.

00:06:14: Das ist die Anpassung an den Wandel der Menschen, der in den letzten, naja, zwanzig Jahren vielleicht dann wieder stattgefunden hat und dass einem die Lebensmittel vielleicht sogar bis nach Hause gebracht werden.

00:06:26: Dieser Trend ist so ab zwei Tausendzehn entstanden, ist in der Corona-Pandemie nochmal extrem gewachsen und war natürlich maßgeblich an das Internet gekoppelt.

00:06:35: solche Lieferdienste funktionieren in der Regel mit Apps.

00:06:38: Dazu musste sich erstmal das Internet verbreiten, dass jeder ein Handy hat und jeder diese Bestellung überhaupt tätigen kann.

00:06:45: Ja, wer jetzt sagt, gut, es gibt ja auch immer noch Supermärkte, auch für ältere Leute, wo man mit Zettel und Stift bestellen kann.

00:06:52: Ja, das gibt es natürlich auch, das sind dabei ja eher die Ausnahmen.

00:06:55: Also sind wir heute in der ganz modernen Zeit angekommen, indem wir per App unseren Einkauf ganz bequem nach Hause liefern lassen können.

00:07:03: Wir sind aber auch in der Zeit angekommen, wo man wieder ein bisschen zurückgegangen ist, zu bedientäken, weil die Leute diesen Service mögen, wo die Supermärkte wieder zurückgekommen sind in die Städte, wo es wieder kleinere Supermärkte gibt, wo sogar manche Wohnungsbauprojekte daran gekoppelt sind, dass im Erdgeschoss ein Supermarkt ist.

00:07:20: Da sind viele Baugenehmigungen tatsächlich heute dran gekoppelt.

00:07:23: Gehen wir nochmal langsam zurück.

00:07:25: Also in den Siebzigern hatte sich das eigentlich gerade aus den Städten raus etabliert in Industriegebiete.

00:07:30: Man hat Wocheneinkäufe gemacht.

00:07:32: in den Fünfzigern ist das Ganze überhaupt erst aufgekommen in den Wirtschaftswunderjahren nach dem Krieg.

00:07:39: Vor dem Krieg gab es das nicht und da sind wir jetzt schon fast wieder bei nineteenhundert, das man eben im Fachhandel eingekauft hat und so war das auch, wenn man in einer Stadt gelebt hätte, da gab es im dem Tante-Emmerladen auf keinen Fall frische Waren, so wie Gemüse und Obst.

00:07:56: Das gab es wirklich nur ausschließlich auf Wochenmärkten.

00:07:59: Ein Tante-Emmerladen hatte Konserven.

00:08:01: Man hat sehr viel auch Konserven gekauft.

00:08:05: und witzig, was mir die älteren Herrschaften erzählt haben, das wusste ich überhaupt nicht.

00:08:10: dass wenn man jetzt selber geerntet hat und man wollte etwas konservieren, dann gab es Menschen, die haben diesen Dienst angeboten, die selbst geernteten und verkochten Lebensmittel in Dosen einzudosen.

00:08:22: Dann habe ich gefragt, war das ein eigenständiger Beruf?

00:08:25: Nee, haben die mir erzählt, dafür war es zu wenig, das hätte nicht genug Geld gebracht, schon gar nicht über das ganze Jahr verteilt, das haben meistens so Schmiede oder Berufsgruppen, die eh schon mit Metall und Eisen zu tun hatten, die haben das mit angeboten und dann konnte man da hängen.

00:08:39: und konnte seine zwanzig Liter passierte Tomaten, sag ich jetzt mal, in Dosen verschließen lassen.

00:08:46: Spannend.

00:08:47: An die Preise konnten sich meine Gäste, sag ich mal, nicht so richtig erinnern.

00:08:54: Das ist auch schwierig zu recherchieren.

00:08:56: Was ich aber ganz interessant fand, dass eine Dame erzählt hat, dass sie immer fünf Fennig-Taschengeld bekommen hat, ist aber eine Kugel Eis hat zehn Fennig gekostet.

00:09:05: Dann habe ich gefragt, was hat denn ein Brot gekostet?

00:09:08: Und dann hat sie gesagt, das hat achtzig Fennig schon gekostet.

00:09:10: Da kann ich mich ganz genau dran erinnern.

00:09:12: Und dann dachte ich, guck, also ein Brot hat achtmal so viel gekostet wie eine Kugel Eis.

00:09:16: Wenn man das heute als Maßstab setzen würde, weil grade ich persönlich, denk manchmal, der Brot ist irgendwie eine Kapitallanlage, more or less, aber nicht so richtig, weil man ist das sehr auf, also eine schlechte Anlage.

00:09:29: Dann ist aber also eine Kugel Eiskostet ja schon ganz gerne heute ein Euro fünfzig mal acht.

00:09:35: Das Brot ist ja fast noch günstig gegen.

00:09:37: Aber schlechter Maßstab nimmt das nicht als Vergleich.

00:09:40: Das war damals so, vielleicht war einfach das Eis auch noch nicht so die... Rohprodukte, die man braucht, um ein Eisherz zu stellen, auch noch günstiger.

00:09:48: Jetzt musste ich gerade große Teile des Podcastes löschen, weil im Hintergrund die ganze Zeit das Piepen von so einer Teermaschine zu hören war, die hier vor dem Haus getehrt hat.

00:09:59: Ich wollte nämlich eigentlich nochmal ganz kurz zur Konservendose zurückspringen, um da noch kurz zu erzählen.

00:10:05: Das fand ich super spannend.

00:10:06: Ich hatte in der letzten Folge erzählt, dass das Weglas ja so um nineteenhundert erfunden wurde.

00:10:11: Und ich hatte selber gedacht, wie kann es sein, dass dass die Konservendose so viel älter ist, aber die Konservendose ist ziemlich genau hundert Jahre älter als das Weglast.

00:10:19: Dies achtzehntzehn hat zum ersten Mal in Frankreich ein Verfahren stattgefunden, wo Lebensmittel erhitzt und somit konserviert wurden.

00:10:27: Und zwar gab es von Napoleon damals eine Prämie, der hat ein Verfahren gesucht, um seine Mannschaften während der Feldzüge besser ernähren zu können.

00:10:35: Und daraufhin ist die Konservendose entstanden und hat sich auch durchgesetzt.

00:10:40: Dann später auch kurz darauf auch in Deutschland.

00:10:44: Fand ich sehr interessant.

00:10:45: Und da schringe ich direkt zu einem nächsten Thema, was zum Shopping passt.

00:10:49: Ich hatte so gedacht, wir haben im Jahr zwei Tausendzehn die Sache mit dem Lebensmittellieferung hier in Deutschland eingeführt.

00:10:57: Und seitdem hat sich das ja sehr weit verbreitet.

00:11:00: In den Fünfzigern sind die Supermärkte gekommen.

00:11:02: Dann kann das ja auch ungefähr nur so alt sein, dass man Klamotten bestellen kann.

00:11:08: So ein kleines Retro-Achtziger-Ninziger-Ding wäre so ein... Es weiß es mit Sicherheit auch, man bekam ja immer den Quelle und den Autokatalog und zwar zweimal im Jahr, einmal zum Sommer und einmal zum Herbst.

00:11:20: Und dann konnte, und ich durfte mir dann immer so Iselsohren da reinmachen in die Seiten, in denen ich irgendwas toll fand, dann hat meine Mutter immer so handschriftlich so ein Zettel ausgefüllt und den konnte man dann entweder abschicken oder da anrufen und dann konnte man das bestellen.

00:11:34: Und ich hatte jetzt so gedacht, als ich mich auf diese Folge gedanklich vorbereitete, dass die jetzt... Bestell-Service von Klamotten und Möbeln und Spielsachen etc.

00:11:46: was man eben so bestellen kann.

00:11:48: Das muss auch erst nach dem Weltkrieg erfunden worden sein sozusagen.

00:11:52: Das kann gar nicht älter sein.

00:11:55: Mir ist nämlich dann auch noch eingefallen in meiner... Kindheit gab es, glaube ich, noch gar kein Internet, aber als dann das Internet kam, gab es dann auch irgendwann Amazon.

00:12:02: Aber soweit ich mich erinnern kann, war Amazon ein reiner Bücher, ein Bücherbestell, eine Bücherbestell-Website.

00:12:09: Man konnte da, glaube ich, am Anfang nur Bücher kaufen.

00:12:11: So, so kannte ich früher Amazon.

00:12:14: Dann habe ich nachgeguckt und ich war höchst erstaunt.

00:12:17: Denn, dass die Menschen Kataloge gedruckt haben, um anderen Leuten ihre Waren zu präsentieren und diese konnte man dann anhand des Kataloges bestellen, das hat es tatsächlich... hier schon, so zum ersten Mal gegeben in Deutschland.

00:12:30: Das war ein Textil- und Spielwarenhändler aus Nürnberg und der, wützigerweise, hieß der Bestelmeier.

00:12:37: Ich finde, man könnte auch Bestellmeier lesen, wenn man das sieht.

00:12:40: Da, der gilt aber gar nicht so als der... Pionier, sondern als den ersten richtigen Fassant-Service bezeichnet man den Herren aus Stadter Mai und Etlich, der das dann, achtzeitzixundsechzig, also gut hundert Jahre später, wieder so gemacht hat.

00:12:59: Der hat Kataloge gedruckt.

00:13:00: Man konnte denn die Wäsche, die Hämpten und alles, was er so hergestellt hat, anhand der Kataloge bestellen.

00:13:05: Das waren die Anfänge.

00:13:07: Die Blütezeit kam dann in den neunzehnzwanziger Jahren.

00:13:11: In diesen Jahren sind dann auch so große Namen wie Bauer und Quelle und Vorwerk und Neckermann entstanden und dann wieder nach dem Zweiten Weltkrieg.

00:13:20: Dann kam auch noch Otto dazu.

00:13:22: Das hat sich dann wie alles ich wiederholen mich richtig gut entwickelt.

00:13:28: Auch in der DDR gab es übrigens den Versandhandel.

00:13:31: Hat aber natürlich wie man sich denken kann nur so mittelprächtig gut funktioniert, denn viele der abgedruckten waren waren nicht da, nicht verfügbar, das wiederum hat die Bevölkerung sehr verärgert.

00:13:43: Ich habe auch irgendwo gelesen, dass man das dann eingestellt hat.

00:13:47: und nur noch Kondome und Saatgut konnte per Versandhandel bestellt werden.

00:13:52: Ich hab das aber nur einmal gelesen, ich weiß nicht, ob das wirklich so war.

00:13:55: Ich konnte das nicht verifizieren anhand von mehreren Quellen.

00:13:58: Ja, und denn nach der Wiedervereinigung, in den Jahren darauf, da ist das noch mal richtig, richtig aufgeblüht.

00:14:06: Und die absolute Superzeit des Versandhandels war dann ... ... zwanzig, einundzwanzig, während der Corona-Epidemie, als die meisten Geschäfte geschl- und man keine andere Wahl hatte als zu bestellen.

00:14:19: Die Geschichte, dass man Iselsohren in Kataloge gemacht hat und auf eine kleine Postkarte geschrieben hat, was man gerne hätte.

00:14:25: Die, wie ihr alle wisst, hat sich dann auch langsam aber sicher dem Ecomers zugewandt.

00:14:32: Das heißt, man hat keine Kataloge mehr versendet.

00:14:36: Diese Ära der Kataloge hat ungefähr hundert Jahre angehalten.

00:14:40: Jetzt mittlerweile ist es ja so, dass man die Wettzeit aufruft und direkt einsehen kann, was es gibt.

00:14:46: Und dann bestellt man das auch direkt online.

00:14:48: Also diese digitale Transformation haben nicht alle Unternehmen geschafft.

00:14:51: Aber von den großen Playern gibt es heute noch Otto und eben auch Amazon oder eBay, solche Plattformen, die sich eben mitgewandelt haben.

00:15:01: Zum Beispiel eben, dass es bei Amazon keine nicht ausgleichliche Bücher gibt.

00:15:05: sondern alles alles alles.

00:15:07: und auch bei eBay haben sich die Konzepte angepasst, so dass auch heute noch der Erfolg da ist.

00:15:13: Wenn man jetzt danach fragt, was waren denn die wesentlichen Treiber dieser ganzen Entwicklung, dann war das am Anfang zunächst jeder Ausbau des Eisenbahnverkehrs, denn nur mit dem Eisenbahnverkehr war auch eine Belieferungen der Kunden, die etwas bestellt haben aus den Katalogen, sei das Achtundsechsen, Sechsen, Sechsen, Sechsen, Sechsen, Sechsen, Sechsen, Sechsen, Sechsen, Sechsen, Sechsen, Sechsen, Sechsen, Sechsen, Sechsen, Sechsen, Sechsen, Sechsen, Sechsen, Sechsen, Sechsen, Sechsen, Sechsen, Sechsen, Sechsen, Sechsen, Sechsen, Sechsen, Sechsen, Sechsen, Sechsen, Sechsen, Sechsen, Sechsen, Sechsen, Sechsen, Sechsen, Sechsen, Sechsen, Sechsen, Sechsen, Sechsen, Sechsen, Sechsen, Sechsen, Sechsen, Sechsen, Sechsen, Sechsen, Sechsen, Se Hauptmedium, mit denen man Dinge verschickt hat.

00:15:44: Dann kam natürlich der Straßenverkehr immer mehr ins Spiel und seit den zweitausender Jahren dann neben der Post auch andere Lieferdienste, die eben Pakete ausliefern, die das alles nur möglich gemacht haben bis heute, dass das Volumen überhaupt... ausgeliefert werden kann.

00:16:00: Ich hätte euch so gerne noch etwas über die Geschichte des Rückgaberechtes erzählt, aber ich habe da leider nicht so richtig was gefunden.

00:16:06: Mich hätte interessiert, wie war das denn, als die ersten Katalogversandhandel aufkam, haben die Leute da auch ihre Waren schon retorniert, weil das ist ja heute ein Riesenproblem, das ist eine extrem hohe... Tur-Prozent-Satz gibt.

00:16:21: und diese Fast-Fashion-Geschichte, die es eben früher auch nicht gegeben hat, da habe ich schon mal in einer Folge darüber berichtet, dass man viel überlegter gekauft hat, dass man die Dinge viel, viel, viel länger besessen hat.

00:16:34: Ja, das ist, ich weiß, ich habe nichts darüber gefunden.

00:16:38: Diese vierzehntägige Rückgaberecht, das ist erst mit dem Onlinehandel gekommen.

00:16:45: Das ist noch ein relativ junges Gesetz.

00:16:48: Das hätte mich interessiert.

00:16:50: Also im stationären Handel ist das eine Kulanzgeschichte.

00:16:53: Da müssen Waren nicht zurückgenommen werden, können aber zurückgenommen werden.

00:16:56: Aber wenn es jetzt eben in den neunzehnzwanziger Jahren schon so Versandhandel gab wie Quelle und so, man hat da Kleidung bestellt oder eben dieser Herrenausstatter, von dem ich euch eben erzählt hat, wie war das?

00:17:07: Denn wenn mir das nicht gepasst hat, hat er das dann ausgebessert.

00:17:11: Wie habe ich das zurückgeschickt?

00:17:13: mit der Post, mit der Eisenbahn?

00:17:15: Ich habe da leider nichts zu gefunden.

00:17:16: Wer da was zu weiß, schreibt es mir gerne.

00:17:19: Es würde mich wirklich interessieren.

00:17:20: Denn das sind auf jeden Fall die negativen Folgen der Entwicklung dieses Versandhandels.

00:17:26: Neben der hohen Retourlogistik ist natürlich auch ein Problem, dass viele retornierte Waren entsorgt werden.

00:17:31: Das ist ein Problem, das heute im Vergleich zu dem Versandhandel, die waren aus der ganzen Welt kommen, dass die Transportwege teilweise sehr, sehr lang sind.

00:17:40: Das war damals nicht so, da hat man schon noch sehr lokal produziert.

00:17:44: dann auch, dass die Arbeitsbedingungen gerade bei diesen vielen Subunternehmen, der Versandanbieter teilweise sehr fragwürdig und schwierig sind und dass wir heute viele Möglichkeiten der Kauf- und Ratenzahlung haben.

00:17:58: Das beste Beispiel ist wahrscheinlich PayPal mit dreißig Tage später zahlen.

00:18:01: Es gibt natürlich noch viele andere Möglichkeiten.

00:18:03: Auch das war früher Anders, aber ich habe ja schon mal in einer Folge aus einer Zeitung vorgelesen, in der man das in den Werbeanzeigen für die Produkte Damels auch schon mit in die Werbeanzeige geschrieben hat, in welcher Ratenzahlung es möglich wäre, dies zu bezahlen.

00:18:20: Also die Ratenzahlung will ich gar nicht so verteufeln, die gibt es auch schon sehr, sehr lange.

00:18:25: Ja und für alle Gutshausnostalge kann ich dich jetzt einmal noch kurz auf den Tante Emma Laden zurückkommen, den wir damals zur Verfügung hatten, da sind wir tatsächlich noch mit... und der Kutsch hingefahren, wenn auch äußerst selten, denn das zählte natürlich nicht zur Arbeitszeit.

00:18:39: In den Tante Emma Laden gab es neben Konserven, wie ich, wie das dann etwa später vor dem Zweiten Weltkrieg üblich war oder auch kurz nach dem Zweiten Weltkrieg.

00:18:48: Natürlich auch immer zum Beispiel Kerzen.

00:18:50: Dann gab es Seifen, es gab auch so Sachen wie Lemonaden und Bier, also Dinge, die man auch gar nicht unbedingt, die nicht jeder selber für sich produziert hat.

00:19:00: Es gab auch so Sachen wie Schokoladen oder Pralinen, so etwas besonderes.

00:19:04: Artikel.

00:19:04: Und natürlich auch, man hat ja damit zum Beispiel auch schon mit Natron gebacken und solche speziellen Sachen mit denen, die man eben für die Weiterverarbeitung der Lebensmittel brauchte, aber die man nicht selber herstellen konnte, ob man jetzt in der Stadt oder auf dem Land gewohnt hat.

00:19:19: Genau, das waren so typische Produkte, die immer schon Insultante-Emma-Läden gehandelt wurden.

00:19:25: Und natürlich auch konnte man da sich nur neun Besen kaufen oder einen neuen Putzlappen.

00:19:34: und für alle anderen Sachen, dann ist man dem auch da bei uns im Gutshaus zum Fachhandel gegangen.

00:19:38: Zum Beispiel sind meine Schuhe ja mal kaputt gewesen, die sind dann natürlich, bin ich zum Schuster gegangen und der Fischer kam und so weiter und so weiter, ne?

00:19:47: Aber so diese klassischen Tattoo-Emma-Produkte könnt ihr euch alles vorstellen, was irgendwie so in Papier verpackt war und was man jetzt nicht in kleinen Stückzahlen privat hergestellt hat, sondern wo es sich da schon gelohnt hat, dass es von einem Spezialisten kam.

00:20:02: Streichholz wird mir gerade noch ein, neben Kerzen.

00:20:04: Ja, in diesem Sinne, danke, dass ihr mit dabei wart.

00:20:08: Übrigens, die letzten paar Minuten habe ich jetzt einen Tag später aufgesprochen.

00:20:11: Meine Stimme ist ein bisschen nasal geworden.

00:20:14: Es tut mir leid.

00:20:15: Nachdem gestern wirklich dann gefühlt hundertzwanzig Mal irgendwelche Baugeräusche im Hintergrund waren, habe ich irgendwann aufgegeben.

00:20:22: Ich freue mich auf die nächste Folge.

00:20:23: Ich hoffe, ihr seid mit dabei.

00:20:25: Bis dahin, ganz liebe Grüße.

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