Ein Diener erzählt
Shownotes
Gerne hätten wir uns in Persona getroffen, aber wir wohnen einfach zu weit auseinander - wir haben telefoniert und ich habe das Gespräch bestmöglichst versucht auszuzeichnen.
Arndt erzählt von dem Casting und seinem Weg ins Gutshaus und in das Projekt Zeitreise und von seinem Alltag als Diener im Leben 1906.
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00:00:01:
00:00:02: Du interessierst dich für das Leben
00:00:04: von der Ständegesellschaft
00:00:05: bis hin zur Körperikine?
00:00:07: Leh'n Dich zurück, ich erziel davon.
00:00:15: Hallo und herzlich willkommen.
00:00:16: eine neue Folge Leben-Ninzenhundert!
00:00:19: Und heute kann ich endlich wieder sagen, dass ich nicht alleine bin.
00:00:23: Ich hab mich mit dem Diener unterhalten, der Diena aus Abenteuer-Noenzenhundert, mit dem ich zusammen im Gutshaus geliebt habe und zwar mit Arndt Lange Bleibt gerne weiter dran.
00:00:34: Ich musste zwei Teile daraus machen.
00:00:36: Jetzt folgt erst mal Teil eins, weil wir uns so lange unterhalten haben und in diesem Teil reden wir erstmal über die Casting-Situationen und seinen Alltag als Dina.
00:00:44: also wir würden uns freuen wenn ihr bis zum Ende zuhört.
00:00:47: Wir haben festgestellt, als ich an Gebeten hatte mich anzurufen damit ich das besser aufzeichnen kann.
00:00:53: Dass wir beide das Gefühl hatten dass wir mit jemandem telefonieren werden den wir eigentlich total gut kennen.
00:00:57: aber eigentlich kennen wir uns überhaupt nicht denn wir haben in zwei verschiedenen Etagen des Gutshauses gewohnt.
00:01:03: er hat den ganzen Tag mit der Belletage verbracht durfte eigentlich nicht mit ihm sprechen oder durfte, ich glaube schon habe ich aber wenig gemacht weil die Gelegenheit ergab sich gar nicht.
00:01:12: Wir hatten zwei komplett unterschiedliche Leben!
00:01:14: Ich könnte euch nicht sagen wie sein Tag in nineteenhundert aussah.
00:01:17: umso mehr hab' ich mich gefreut dass er es uns selber erzählt.
00:01:20: trotzdem hatten wir das Gefühl dass wir jemanden sehr vertrauten anrufen auch wenn wir uns eben eigentlich gar nicht katten und zudem noch der Gutshaus dreht zwanzig Jahre her und wir uns seitdem auch nie wieder gesehen haben.
00:01:32: Wir steigen direkt in das Gespräch ein, indem Arndt erzählt, dass es ihm genauso ging wie mir.
00:01:37: Dass er das Gefühl hatte, dass wir alte Bekannte oder alte Freunde sogar sind.
00:01:42: Es geht mir ja auch mit den anderen so.
00:01:44: Die sind mir sehr vertraut und die sind nur sehr gegenwärtig.
00:01:48: Es war aber auch dann wirklich so nachdem das Ganze wirklich stattgefunden hatte... Man war auch irgendwie ein Stück ramponiert von dieser Erfahrung.
00:01:56: also Alles schön und gut, sondern es gab ja auch wirklich heftige Emotionen.
00:02:02: Und es gab auch heftige Situationen die auch gar nicht irgendwie weiß ich nicht ob die alle gefilmt wurden.
00:02:09: Ich brauchte dann auch wirklich so eine Zeit um wirklich Abstand zu finden.
00:02:13: Also das war für mich ein Deep Dive ins letzte Jahrhundert oder zu Beginn des letzten Jahrhunderts Warne eigentlich fast zweihundert Jahre Zeitreise und unglaublich intensiv.
00:02:26: Es ist mir erst Viele Jahre später ist mir dann so langsam gedämmert, wie intensiv ich das für mich eigentlich erlebt habe.
00:02:35: Ja?
00:02:36: Und du warst für mich das Küchenmädchen!
00:02:38: Ich hab dich ja selten erlebt!
00:02:40: Du warst in einem brutalen Knechtschaftsverhältnis und musstest den ganzen Dreck machen... ...und ich weiß, Riko und du, ihr habt euch auch physisch so verändert.
00:02:52: Ihr habt ja beide als ganz zarte Mädchen dort angefangen Und am Schluss wart ihr Maschinen, ja?
00:02:59: Ich glaube, Urike hat das in irgendeinem Satz damals beschrieben.
00:03:01: Wir sind jetzt so Maschine geworden!
00:03:04: Wir haben Muskeln bekommen vom Schleppen des Wassers.
00:03:07: Ihr müsst euch jeden Liter rein schleppen und raus schleppen... Also ich glaub wirklich hier habt auch... Es war fast ein bisschen übergriffig.
00:03:16: Ihr seid wirklich über eure Grenzen hinausgegangen.
00:03:23: Dass du das so gepackt hast Klar, du hattest auch deine Tiefs und dann gibst du auch Maskelen wo du verzweifelt bist.
00:03:30: Wo du weinst, wo du einfach sagst es ist einfach zu heftig.
00:03:33: Und Sebastian ja auch Ja der hatte ja auch so'n Die haben sich beim Holz hacken da hat er sich die Hände irgendwie verletzt Hat sich in die Hand gehackt oder so.
00:03:42: Also ich glaube ihr als Jugend Ich war ja jetzt schon irgendwie ein bisschen gestandener Aber man hat euch...ich finde auch wirklich wirklich an die und über die Grenzen getrieben.
00:03:52: Es war Ich weiß gar nicht, wie du es erlebt
00:03:55: hast.
00:03:56: Viele fragen ja immer, so würdest du das noch mal machen?
00:03:58: Das fragen bestimmt dich viele auch.
00:04:00: Und dann denke ich immer, ja total gerne!
00:04:02: Ich würde es sofort nochmal machen aber es wäre totsterbenslangweilig für den Zuschauer weil ich einfach...ich musste siebzehn und super krass naiv sein heute.
00:04:10: Wäre ich so abgeklärt?
00:04:12: Also erstens mal wenn in dem Moment wo du Kinder hast arbeitest du sowieso twenty-four seven.
00:04:19: Ja genau.
00:04:20: Genau und ich war das einfach überhaupt nicht gewöhnt und heute wär das total langweiliger für den würde mich nicht wirklich stressen.
00:04:28: Ganz im Gegenteil, die Tatsache das mir da jemand essen kocht, die würde ich wahrscheinlich noch total super finden dass ich das nicht selber kochen muss.
00:04:35: also von daher wäre das heute total angreiflich.
00:04:37: es musste so.
00:04:37: diese kombinatis haben sie eigentlich sehr gut gecastet.
00:04:39: unsere rollen ich finde die haben.
00:04:41: ich hatte mich nicht für die rolle des hausmädchens beworben ja ich wollte ich glaube ich wollte küchen Mädchen werden oder stuben Mädchen irgendwie anders.
00:04:50: auf jeden fall haben die das so entschieden weil die gesagt haben nene ist es passt so besser.
00:04:54: Die Rollen waren großartig besetzt.
00:04:58: Tim war toll, Sebastian war großartiger und egal Moseler und unser lieber Kutscher die Rollen von euch, die ihr da knächten musstet fand ich einfach großartige.
00:05:12: Wir waren ja privilegiert, wir waren wirklich enorm privilegierter.
00:05:18: Das Stuben Mädchen war auch in dieser gruseligen Knechtschaft Und ich denke manchmal, weißt du?
00:05:23: Ich habe drei Töchter und als die so fünfzehn, sechzehnt, siebzehn waren also in dem Alter in dem Du damals warst.
00:05:29: Ich bin gedacht Mein Gott!
00:05:31: Was hat die Svenja damals gestemmt?
00:05:33: Das hätten meine Töchtern nicht geschafft das weiß ich.
00:05:36: Die hätten das physisch nicht geschafft.
00:05:37: Wobei?
00:05:39: Ja, die werden zerbrochen.
00:05:41: Die hätte nach drei Wochen aufgegeben.
00:05:43: Die Hätten heulend in der Ecke gesessen und gesagt Papa ich schaff das hier nicht.
00:05:47: Und ich meine, es gibt ja so eine Szene da.
00:05:49: Ich glaube, da bürstest du oben diesen roten Läufer aus, weil diese endlose Flucht da oben zu den Zimmern und du bist auf Knien und bürste mit einer Scheuerbürste irgendwie den Teppich aus.
00:06:02: Da kollern dir die Tränen!
00:06:06: Was hat man diesen armen Mädchen damals angetan?
00:06:09: Ja, ich habe das damals gar nicht so begriffen, nah an euch war, da unten in der Küche und in allen anderen Funktionen.
00:06:18: Ich war ja viel irgendwie in der Präsenz mit den Leuten zusammen und das war noch mal eine andere Ebene.
00:06:24: aber ihr lebtet da wirklich nochmal in einer ganz anderen Sphäre und mir ist das erst im Grunde erst viele Jahre später es mir klar geworden was ihr da geleistet habt und gerade Ulrike und du also ihr beiden wirklich weil Sebastian und Tim Die hatten das sehr gut raus, dann auch so kleine Fluchten zu entwickeln.
00:06:49: Und die waren einfach nicht da und haben sich dann irgendwo eine Stunde ausgeruht.
00:06:52: Also sie waren sehr raffiniert und die haben sich auch ins Herz der Mamsel eingeschlichen und sie hat sich dann auch ein bisschen privilegiert behandelt.
00:06:59: Das fand ich auch nicht fair
00:07:00: euch gegenüber.
00:07:01: Wobei das ja zu der Zeit, einfach gehört ihr auch dazu dass die Männer einfach noch einen anderen Arbeitsalltag haben, die hatten ja weniger Arbeitstunden und so und es gehörte er tatsächlich auch da irgendwie rein.
00:07:11: also du hast dich aber für die Rolle des Dinas ganz bewusst beworben.
00:07:15: oder Wie ist das bei dir gekommen?
00:07:18: Wie ist es überhaupt gekommen, dass du da gesagt hast so ich habe das total spannend.
00:07:22: Ich bewerbe mich da jetzt!
00:07:23: Also das
00:07:24: war im Grunde sehr gespenstisch.
00:07:25: man muss sich überlegen in welchem Jahr das war.
00:07:28: Das Internet war noch eine ganz holprige angelegenheit.
00:07:30: Mit Modem?
00:07:33: Ja genau mit Modem.
00:07:35: Ich glaube ich hatte schon ESDN und irgendjemand flüsterte mir zu.
00:07:39: Irgendjemand aus dem Freundeskreis Arndt Du musst mal recherchieren Da gibt es irgendeine Geschichte über Gutshäuser.
00:07:50: Wir hatten selber in der Verwandtschaft ein solches Gut, also wirklich noch viel größer mit Ziegelei und Brennerei usw.
00:07:56: Das war richtig groß, denn ihr von Berlin steht leider nichts mehr weil das damals in den Folgen des beiden Weltkriegs wurde komplett niedergebrannt und zerstört.
00:08:07: Das hat mich irgendwie immer beschäftigt und bei mir hängen im Wohnzimmer ein altes Bild dieses Gutshauses.
00:08:15: Und irgendwie war das immer präsent, ich hörte davon und dann guckte ich mir das im Internet an und da waren irgendwie so einen Formular.
00:08:20: hier können sich bewerben und ich dachte wie bewerbend wofür?
00:08:23: Dann habe ich mir es genau durchgelesen und hab dann halt dort hingeschrieben.
00:08:27: aber ich wusste dann als ich auf den Button abschicken klickte dacht ich mir naja da wird nie was kommen.
00:08:32: also das ist... Mein Gott, da werden sich Millionen Menschen dahinschreiben und du wirst nie irgendwie eine Antwort kriegen.
00:08:38: Und dann kaum, weiß nicht.
00:08:40: drei, vier, fünf Tage später kam der Einladung nach Stuttgart zum Casting und ich dachte mir nee oder es kann jetzt nicht irgendwie deren Ernst sein.
00:08:50: und das war in einem Hotel in Stuttgarth um, weiß nicht um die Mittagszeit oder im Nachmittag und ich fuhr dorthin mit dem Zug im Foyer dieses Hotels an und das war wie so ein Filmset, also da waren hunderte von Menschen verliehen und Personen allen Alters und aller Herkunft.
00:09:12: Und teilweise waren die auch in irgendwelchen historischen Kostümen schon gekleidet weil sie halt von irgendwelche Vereinen kamen oder unbedingt mitmachen wollen.
00:09:20: und ich dachte mir nur was ist das?
00:09:22: Das war für mich sehr befremdlich irgendwie.
00:09:24: und dann wurde ich irgendwie aufgerufen und marschierte da rein.
00:09:29: Und dann saßen die das Casting-Themen... Ich hatte sowas noch nie gemacht, ich fand einfach nur den ganzen Vorgang sehr spannend!
00:09:36: Dann kamen wir ganz fröhlich ins Gespräch.
00:09:38: also es waren tolle Atmosphäre und die waren sehr entspannt und gleichzeitig lief auch eine Kamera mit.
00:09:43: Also das Interview wurde gefilmt dass sie dann führten und dann sollte ich aufstehen und mein Mantel irgendwo aufhängen vom Gatoroben-Ständer wieder runternehmen und ihn wieder anziehen, und nochmal quer durch den Raum laufen.
00:09:55: Und das war's!
00:09:55: Aber das war total witzig weil gleichzeitig irgendwie eine dieser glaubst waren drei Damen aus diesem Casting Team und eine davon hatte einen ganz ähnlichen Lebensweg wie ich auch ein ganz ähnelche Biografie und so hatten wir auf einmal irgendwie total schöne Themen über die wir reden konnten und ich vergaß diese ganze Castings Setting eigentlich.
00:10:13: Das ging in Blitzes Eile vorbei und ich hab mich verabschieden hat mir gedacht okay das wars jetzt im Zug zurück Aus Stuttgart habe ich mir nur gedacht, schön dass ich das mal erlebt hab.
00:10:21: Jetzt weiß ich nicht wie so ein Casting läuft aber ich habe nie und immer damit gerechnet.
00:10:25: Allein im Hinblick auf diesen riesen Anzahl von Menschen die da waren.
00:10:29: Ich habe gesagt nie im Leben wirst du da irgendwie noch was hören.
00:10:34: Und trotzdem ging es wieder kaum eine Woche später oder so.
00:10:38: Es ging unglaublich schnell und ich trichte in der Mail Einladung nach Berlin.
00:10:42: Ja genau das zweite war in Berlin.
00:10:43: ja das er ist weiß ich auch noch her.
00:10:46: Und dann dachte ich mir, okay was heißt das jetzt genau?
00:10:49: und dann habe ich dort angerufen.
00:10:51: Dann haben sie mir noch mal die Modalitäten erklärt und irgendwie war ein Flugticket.
00:10:54: Per Post kriegte ich auch mit der Post und dachte, oh sehr schön von Stuttgart nach Berlin zu fliegen.
00:11:02: Aber ich hatte immer noch nicht begriffen dass ich schon mit dabei bin.
00:11:07: aber die hatten sich letzten Endes tatsächlich für mich entschieden!
00:11:11: Ich kam dann dorthin und das ganze Produktionsteam saß dann da.
00:11:15: Und irgendwie ging das ein, zwei Tage... ich weiß nicht mehr, es war glaube ich mit einer oder zweier Übernachtung in Berlin.
00:11:20: Das ganze Team saß denn da!
00:11:21: Und dann, der Volker Heise, der fragt mich dann, sag mal an, könntest du dir auch eine andere Rolle vorstellen?
00:11:29: Mir ist das völlig egal.
00:11:30: Ich will einfach nur dabei sein.
00:11:32: Ich bin so begeistert von der Idee.
00:11:34: Es war immer mein Wunsch, eine Zeitreise zu machen.
00:11:36: Irgendwie hat mich das als Kind... H.G.
00:11:39: Wells den Roman gelesen, die Zeitmaschine und das hat mich als Kind einfach so begeistert in diese Vergangenheit zu reisen.
00:11:48: Mich hat die Zukunft nie interessiert.
00:11:50: Das fand ich immer ein bisschen ja fast, fast so ein bisschen wie sagt man denn... dass die Zukunft war nie so irgendwie science fiction.
00:11:57: Ja, das ist mir auch zu viel genau zu unsicher.
00:12:00: also dann weiß ich nicht so.
00:12:01: ja wenn die Leute schon sagen in fünf Jahren oder so da bringt deine Brötchen eine Drohne dann denke ich so weiss ich nicht.
00:12:10: Ja vielleicht aber dann reden wir darüber wenn es so ist.
00:12:14: Es hat immer so ein bisschen was anmacht.
00:12:17: Ja, ja,
00:12:18: genau.
00:12:19: Also es war nie mein Ding.
00:12:20: und dann fragt er mich, sag mal, kannst du dir auch eine andere Rolle vorstellen?
00:12:23: Und ich sage mir jetzt völlig egal, was habt ihr denn für mich?
00:12:27: Ich hatte mich glaube ich in dieser Initiativbewerbung beworben für die Rolle des Lehrers weil sie suchten eben auch einen Lehrer.
00:12:38: und dann frage mich der, ich glaub Volker Heise wars, der Registrierer fragte mich an Könntest du dir auch vorstellen, einen Diener zu spielen oder in die Rolle dieses Dinas zu gehen und ein Dieners von nineteenhundert also schrägstrich einem Butler.
00:12:52: Ja?
00:12:52: Also jemand der wirklich im Fraggon-Anzug dort die Herrschaften bedient ja an dem Moment war ich dann doch bisschen unsicher weil ich dachte mir hm also andere Bedienen mag ich eigentlich gar nicht.
00:13:08: Das ist gar nicht mein Wesenzug anderen irgendwie das Essen hinzustellen und so weiter.
00:13:14: Aber ich habe dann gesagt, dass es kommt für mich sehr überraschend aber ich bin dabei!
00:13:18: Ich bin euer Mann egal was...ich hätte auch den Stallbruschen gemacht oder den Kutscher.
00:13:22: mir war das völlig gleich.
00:13:23: Ich wollte einfach nur mit dabei sein und ich fand diese Idee so faszinierend.
00:13:28: deswegen ging's mir gar nicht letzten Endes darum, was ich dann schlussendlich mache?
00:13:33: Oder was die Regie oder Volker heise denn des Team letzten endes wofür sie sich entscheiden.
00:13:39: Ich fand einfach nur die Idee, das war für mich einfach nur das Faszinierende.
00:13:43: Und die eigentliche Funktion dann im Gutshaus war mir ganz schnuppe... Also ich hätte alles gemacht!
00:13:50: Ich hatte auch den Stallburschen, da hätt' ich auch toll gefunden oder weiß nicht, Gutzern, weiß ihn nicht aber egal.
00:13:56: Ich hätte alles gemalt.
00:13:56: Ich war zu allen Chantanen bereit weil mich.
00:14:00: das Projekt hat mich so begeistert und der Spaß war einfach riesengroß.
00:14:08: ganz, ganz.
00:14:08: Das stand im Vordergrund und es war egal.
00:14:10: Es war letztendlich egal
00:14:12: worum es war.
00:14:13: Und dann hast du wie alt waren deine Kinder als du dann ins Gutshaus
00:14:17: gegangen bist?
00:14:17: Ja das war tatsächlich eine ganz heiße Phase weil meine jüngere die Antonia war gerade zwei und Johanna wurde dann vier und die waren eben noch sehr klein.
00:14:30: Ich erzählte meiner Frau davon und sie sagte an das machst Du natürlich!
00:14:34: klar.
00:14:34: Na ja, sei ich gut!
00:14:35: Aber ich werde dann wirklich zwei Monate ganz weg sein und du musst das hier alles alleine stellen.
00:14:40: Ich hatte da schon ein bisschen schlechtes Gefühl aber wir konnten es uns beide gar nicht vorstellen also für zwei Monate getrennt zu sein.
00:14:48: Wir waren einfach.
00:14:48: auch muss ich wirklich sagen wir waren tolles Team.
00:14:51: Wir haben als Familie unglaublich gut zusammengehalten und das war eine echte harte Phase.
00:14:58: Ich glaube meine Frau hat gut hinbekommen.
00:15:01: Wir hatten auch ein bisschen Unterstützung durch die Großeltern, du weißt ja wie viele Großelter sind wenn man kleine Kinder hat.
00:15:07: Großeldern sind Gold wert und wir hatten wirklich auch die Mutter meiner Frau, die war durchaus präsent und konnte auch kommen und war auch abkömmlich und so weiter und unterstütze uns.
00:15:18: aber für die Mädchen war es ganz schwierig.
00:15:20: also Johanna meine Große in dem Jahr vier wurde die hat richtig genlitten Den konnte Papa plötzlich weg
00:15:29: und
00:15:29: da war ein Riesensehnsucht von ihr.
00:15:32: Ja, habt ihr euch Briefe geschrieben
00:15:34: auf?
00:15:34: Ich habe fast jeden Abend mit Feder... Wir haben uns wurde ja Briefpapier hingelegt und einen Federkiel und einen Tintenfast.
00:15:45: Ach guck du hattest eine Feder!
00:15:47: Ja, ich hatte die Feder.
00:15:49: Ihr durftet glaube ich mit Bleistift schreiben.
00:15:52: Ich hatte schon die etwas edlere Ausstattung und durfte mit Feder- und Tinteschreiben und mit Siegelwachs.
00:16:00: Also meine Briefe wurden dann richtig mit Stempel verliebt?
00:16:02: Das
00:16:02: haben wir ja auch nicht gehabt!
00:16:03: Wir hatten ja diesen komischen Kleber.
00:16:05: Das war ja so ein bisschen mein Vorteil.
00:16:07: in meinem jungen Alter habe ich ja nicht so richtig jemanden gehabt dem ich jetzt... Moment!
00:16:13: Moment!
00:16:15: Moment!
00:16:15: Wenn ich die erste Folge richtigen Erinnerungen habe, dann war es doch die erste Liebe.
00:16:21: Ja, das stimmt.
00:16:22: Aber das war jetzt ja... Ich war ja auch so beschäftigt.
00:16:25: Ich hatte ja eine Zeit zu vermissen.
00:16:27: Nee, ihr wartet nur ne erster Klauze.
00:16:29: Also jetzt meine so eine Familie ist ja schon auf meiner Andere Hausnummer wie mit siebzehn den Freund oder so nicht?
00:16:34: Ich meine es ja heutzutage wie viele sind im Auslandssemester oder dies oder jenes.
00:16:39: Ich weiß gar nicht wann diese Castingrunden waren.
00:16:41: Das muss ja im Herbst davor gewesen sein.
00:16:44: Dann kam jetzt nur der April.
00:16:46: Und dann bist du in die Vergangenheit gerutscht, wie war deine Zeitschleuse?
00:16:51: Wie bist du da angereist und wie ist das denn... Also du bist selber da angeweist.
00:16:55: Das
00:16:55: ging nach Berlin.
00:16:57: Ich muss gerade mal überlegen.
00:16:58: ich glaube es ging mit dem Flieger nach Berlin und in Berlin wurde ich abgeholt vom Team und die haben mich.
00:17:04: dann gings nach Wehletz in den Nachbarort glaube ich.
00:17:07: Da war die Zeitsschleuse und da kamen wir an und ich war zusammen.
00:17:12: Dich habe ich nicht gesehen, aber ich hab Urike gesehen.
00:17:14: Ich weiß, ich saß mit Uriike im Vorzimmer der Zeitschleuse und Herrn Mosela.
00:17:20: Genau weil die Sarah, der Sepp und ich wir sind ja als Erste eingezogen.
00:17:25: Ja
00:17:26: genau!
00:17:26: Wir
00:17:26: waren da schon drin, wir sind dann schon da
00:17:28: gewesen.
00:17:30: Ihr wart die Pioniere?
00:17:33: Und dann hast du dich umgezogen, hast all deine Sachen da weg gelegt.
00:17:36: Saam eine Garderobe Ein Zug und Mantel, ein Zylinder.
00:17:43: Es war kein Zylindr, es war eher so eine britische Melone.
00:17:47: Und es waren die Hemden und das waren die Assessoires.
00:17:50: Ich hatte auch Manchettenknöpfe, ich hatte Fliege und ich hatte Weste.
00:17:55: Das Ganze wirkte unglaublich nobel.
00:18:00: an der Weste waren kleine goldene Knöpfer und das ganze irgendwie im Rammusster.
00:18:05: Der damaligen Mode für die Diener, das war unglaublich spannend diese Sachen anzuprobieren.
00:18:10: Es passte alles... Sie hatten wirklich... Das muss ich wirklich sagen, dieses Produktionsteam hatte so unglaublich gut gearbeitet!
00:18:20: Also es war wirklich historisch bis auf den Manschettenknopf genau.
00:18:25: Ich weiß nicht wie viel Zeit sie aufgebracht haben um das alles zu suchen, zu finden selbst meine Brille.
00:18:33: Ich hatte damals eine ganz leichte Sehschwäche von Padioptrim Kurzsichtigkeit und sie hatten selbst meine brille in den Originalzustand versetzt.
00:18:44: das heißt die hatten eine Brille anfertigen lassen so ne Nickelbrille meiner Sehstärke und es war also ich war wirklich überfältigt wie präzise und unglaublich sorgfältig hier auch historisch gearbeitet worden ist.
00:18:59: Sie müssen einen Wahnsinnsaufwand betrieben
00:19:02: haben.
00:19:02: Ja, das glaube ich auch!
00:19:04: War das unbequem oder war es okay was du anhattest?
00:19:07: Also die Kleidung... man sagt ja Kleider machen Leute und ich kenne das ja so ein bisschen aus dem Schauspiel weil ich auch schon als Schüler ganz viel an der Schule auch Schauspiel gemacht habe bis hin zum Abitur wo wir dann am Schluss den Faust auf die Bühne gebracht haben Und insofern habe ich natürlich so ein bisschen mit Kostümen auch erleben dürfen.
00:19:31: Wie verändert es dich, wenn du plötzlich in sowas reinschliffst und diese Hemden mit diesen sehr hochstehenden Kragen den sogenannten Vatermördern wie man das damals hatte?
00:19:41: Diese Hemdzwangen und die Kragen, die zwangen einen ja schon in die Haltung rein.
00:19:47: also du musstest quasi extrem aufrecht dem Und diese Kleidung war enorm unbequem und das Piechste und Zwickler in allen Ecken und Enden.
00:19:59: Erinnerte dich immer daran, wärt bloß nicht legär und lasst dich bloßnicht gehen und halte die preußischen Tugenden ein.
00:20:10: Sei pünktlich sei ordentlich sei sauber sei stehe aufrecht sprich deutlich.
00:20:17: Die Kleidungen machte irrevier aus und es fühlte sich auch sehr noble an.
00:20:21: Es waren unglaublich schöne Sachen.
00:20:23: Ich habe am Schluss auch tatsächlich dann gefragt, ob ich einen Teil dieser Kleider behalten darf und das war also wirklich so dass mir ein paar Sachen überlassen wurden.
00:20:33: Und diesen herrlichen Mantel der war wirklich maßgeschneidert, es war ja alles maß geschneiderte.
00:20:39: Habe ich so ja noch nie erlebt!
00:20:41: Ich kannte ja eine normale Konfektion aber dass etwas wirklich auf den Leib gescheitert wurde in aller höchster Präzision... Das war für mich neu unglaublich speckteinflößen.
00:20:53: Hast du die heute noch?
00:20:54: Ich muss dir gestehen, dadurch dass ich einfach auch seitdem unglaublich viel in der Welt rumgekommen bin.
00:21:00: Ja.
00:21:00: Ich weiß nicht glaube ich bin vierzehnmal umgezogen oder so.
00:21:03: Oh wow!
00:21:04: Da ist einiges verloren gegangen und wir waren ja auch im Auslanden.
00:21:07: dann so dachten wir uns weiter und... Ich habe lange Zeit den Mantel noch behalten weil er unglaublich kleidsam war und er war zeitlos schick und ich trug ihn selbst zur abendlichen Veranstaltung.
00:21:19: Der war einfach Zeitloht.
00:21:25: Er war von einem unglaublichen Material, weil es eben auch echte Wolle war und sowas kriegst du heute kaum mehr.
00:21:31: Nein
00:21:34: das stimmt!
00:21:35: Die haben uns das ja irgendwann angeboten das zu kaufen und das habe ich nicht gemacht damals.
00:21:40: Heute denke ich so schade auf der anderen Seite, was hätte ich anziehen?
00:21:46: Ich hätte die Erinnerung vielleicht noch ein bisschen lebendiger, aber ansonsten wird das ja auch hier rumlegen.
00:21:50: Ja und was hattest du alles?
00:21:52: Also wie viele Klamotten hast du besessen?
00:21:54: War es wie viel Sets oder wieviel
00:21:56: Ersatz ... Weiß nicht.
00:21:59: Das war im Grunde, es waren verschiedene Garnituren weil ich musste ja auch je nach Situation ob ist jetzt das Alltagsgewandte des Dinas oder ob es dann zum Fest war.
00:22:10: Und zum Fest gab es eben sozusagen nochmal die zweite festliche Garnatur.
00:22:16: Edler war und er ist aufgeputzt.
00:22:20: Zu den Festen waren wir, ich glaube auch Sonja, die dann ja auch mitbedient hat das Stubenmädchen.
00:22:30: Die hatte auch eine besondere Garnitur, diese dann wirklich nur zu den festen Anzug.
00:22:35: Das
00:22:36: ist mir nicht aufgefallen.
00:22:38: Ich musste auch in die Oper mit dem Gnedingen herren, wir sind dann ja nach Berlin gefahren in die Opa Wir sind auf die Rennbahn nach Berlin und ich war mit den Gutleuten auf Reisen und hatte da tatsächlich einen großen Koffer und da waren eben jeweils immer die Garnituren drin, die ich dann für die entsprechenden Anlässe auch tragen musste.
00:22:58: Also ich musste mich immer aus so einem kleines bisschen anrichten was steht heute eigentlich an?
00:23:03: Ist es eine Reise?
00:23:04: Ist das die Rennenbahn?
00:23:06: Und dementsprechend war ich dann eben auch gekleidet.
00:23:10: Für den normalen Alltag hatte ich eine Alltagsgarnitur, die bestand aus Hemd und Weste natürlich auch einer Jacke aber das waren die für den Alltag.
00:23:20: Ich zog immer dann an wenn es wirklich nur um den normalem Alltag ging.
00:23:26: Aber es fanden ja so viele feste Stadt.
00:23:29: Die Sängerin wurde eingeladen was übern gab's?
00:23:31: Dann wurden die Guts-Leute von nebenan eingeladet Dann gab es den Klavierabend, dann gab's den Tanzabend.
00:23:38: Dann gab das ganz große Fest.
00:23:40: Es war ja ständig irgendwas los und deswegen hatten wir natürlich auch die verschiedenen Garnituren um dann möglich auch wie sagt der Hamburger anständig auszusehen.
00:23:49: Kannst du dich erinnern?
00:23:50: Wie oft du die Sachen in die Wäsche gegeben hast?
00:23:53: Also, ich kann mich zum Beispiel ... Das ist schon eine sehr private Sache.
00:23:57: Aber ich hab das ja mal in einer anderen Folge erklärt, dass diese Unterhosen ganz weit unsere, so weit geschnitten waren.
00:24:02: Allein aus dem Grund, weil man sie nicht täglich waschen konnte.
00:24:05: Ich kann mich
00:24:06: nicht daran erinnern, ob ich die überhaupt jemals in die Wäsche gegeben habe.
00:24:10: Weil ich sie selber waschen musste.
00:24:12: Aber jetzt unabhängig von der Unterwäschung, deine Hämten oder so hast du da eine Erinnerung?
00:24:18: Wie oft du ... Was hattest du für Sorgen?
00:24:20: Hast du Strecken?
00:24:22: Ja, das hatte ich.
00:24:24: Ich hatte sehr feine Socken also das war wirklich alles sehr edles Material und die Hemden waren...ich weiß ich habe ein paar Stück davon aber das Entscheidende war die Manschetten und den Kragen die ja sehr schnell im Alltagsbetrieb natürlich irgendwie dann ranzig wurden.
00:24:43: Die konnte ich auswechseln mit neuen Manschetten und das war dann jeweils immer ein Hochgefühl, wenn ich in den Tag starten durfte mit frischen Manschätten und auch mit einem frischen Kragen.
00:24:53: Der wurde ans Hemd gesteckt...
00:24:55: Und den habe ich gewaschen?
00:24:58: Muss ich ja gewaschnen haben!
00:24:59: Wer sonst, oder hast du den selber
00:25:01: gewascht?!
00:25:01: Ich kann mich nur erinnern dass Kragen als auch Manschettens überraschende irgendwie frisch in meinem Schrank lagen.
00:25:08: Also selber gewaschen habe ich nie, was ich gemacht hab war abends mein... also den Frag wenn es dann um etwas Festliches ging, den habe ich abends natürlich aufgehängt und hab Frag und Hose natürlich ausgebürstet damit ich am nächsten Tag da möglichst in guter Form auch erscheine.
00:25:24: Das schon, aber gewaschen habe ich nie und ich kann mich nicht erinnern dass ich irgendwas irgendwo hingebracht hab.
00:25:30: Ich hatte einen riesen Schrank in meinem Zimmer, einen riesigen Wäscheschrank und der war dann einfach frisch gefüllt so fertig.
00:25:36: Keine Ahnung wer
00:25:36: das hat!
00:25:37: Ja, ich überleg, ob ich das gemacht habe oder ob tatsächlich die Regie im Hintergrund auch Dinge... ausgetauscht hat, das werde ich dann wahrscheinlich... also das weiß ich.
00:25:46: Das sind so Sachen die zu lange her, da kann ich mich jetzt nicht dran erinnern.
00:25:50: Die tauchten auf und waren plötzlich da und ich habe auch nicht groß nachgefragt weil ich einfach nur froh war, dass frische Sachen da waren.
00:25:59: Du fragst sicher auch nach der Hygiene in Washington
00:26:01: usw.,
00:26:02: das war für mich eigentlich fand ich auch gar nicht so.
00:26:05: das ganz große Thema, du hast es glaube ich auch in einer deiner Folgen beschrieben.
00:26:09: Die Leute denken immer, oh Gott wie habt ihr euch gewaschen und ihr müsst einen Sturm haben.
00:26:12: Also klar, wir hatten natürlich diese herrlichen großen Waschschüsseln und wir hatten den Waschkrug Und damit hat man das nötigste machen können.
00:26:21: Dann hatte ich dieses Zahnsalz und ich hatte glaube auch eine ganz schmucke Kernseife die allerdings völlig neutral war.
00:26:30: also sie waren nicht profitiert Das wäre wahrscheinlich zu edel gewesen Und du, das reicht da aber völlig.
00:26:38: Also wir haben... Ich hab nur dann, ich weiß, dass erste Mal als wir eine Einladung hatten, da bin ich mit der Kutsche zu den Wurzleuten gefahren und die kamen dann abends zur Besuch Da hab' ich dann...ich weiß noch genau Das war natürlich außerhalb meiner Rolle, das durfte ich eigentlich gar nicht.
00:26:55: Hab' ich denn die Mein Gott!
00:26:56: Ich weiß die Namen gar nicht mehr von dem Ehepaar Danevitz Von Gut Danevit war ein unglaublich sympathisches Ehepaar, die dann abends eingeladen waren und so machten die Gutsleute damals das.
00:27:07: Die luden sich gegenseitig auf ihre Güter ein und da gab es eben auch dieses Fünfgängemenü und die man selber am rotieren und ihr unten in der Küche natürlich umso mehr... Und dann fragt dich die Gutesherren, die zu Besuch kam als ich sie an der Portal sozusagen in Empfang nahm oder aus der Kutsche ausging und fragte sie bitte sagen Sie mir ob es hier irgendwie seltsam riecht.
00:27:29: Und sie war natürlich sehr vornehm, als Sie dann den Eingang betraten und sagten naja es ist schon ein anderer Geruch hier im Haus.
00:27:37: Also es ist völlig klar weil wir hatten nicht die Reinigungsmittel.
00:27:43: Wir hatten ja gar nicht das ganze Putzzeug, wir hatten keine Staubsauger, wir haben keine Chemikalien mit denen heutzutage irgendwie gereinigt wird.
00:27:51: Urike und du habt ja mit Teppichklopfern gearbeitet, ihr habt mit Besen gearbeitet Wenn geschrubbt wurde, dann wurde damit Kernseife geschruppt.
00:28:00: Der Boden und die Fliesen und das Holz... Und mehr war ja nicht!
00:28:04: Natürlich riecht es dann in dem Haus anders?
00:28:06: Ja ich glaube auch nach Schweißgerochen hat ehrlicherweise.
00:28:09: Also jetzt vielleicht gar nicht unbedingt oben aber weil der hatte ja auch keine Andeo gehabt.
00:28:14: Und außerdem haben wir ja wahrscheinlich nicht nur Schweiß-Grochen sondern auch... Es gab die Zahnpasta, da hatte hier auch keinen Geschmack.
00:28:22: Nee, das war einfach nur so ein Plan
00:28:23: sein.
00:28:24: Genau!
00:28:24: Also von daher denke schon dass es da...
00:28:27: Oh ja wir haben mit Sicherheit.
00:28:29: Ja ich glaube die Kameraleute haben das auch irgendwann gemacht.
00:28:33: Also später dann, nachher.
00:28:36: Während der Aufzeichnung haben die ja gar nicht gesprochen.
00:28:39: Und wie sah jetzt so ein klassischer Tag, wo ihr keine Reisen oder so gemacht habt?
00:28:43: Wie sah der aus?
00:28:44: Ich könnte es nicht beantworten!
00:28:45: Ich habe das ja gar nie so richtig mitgekriegt.
00:28:47: Der klassische Morgen war so dass ich weiß nicht wie... Ich hatte wollen wecker und jetzt muss ich mir überlegen.
00:28:54: Ihr wart immer eine Stunde vor uns wach also vor der Mamsel und mir.
00:28:59: Ihr wart die, die zuerst wach.
00:29:01: Ihr wart glaub ich schon um fünf Uhr wach.
00:29:03: Wir wurden dann... Ich weiß nicht ob wir uns selber geweckt haben.
00:29:06: Ich glaube ich hatte einen Wecker.
00:29:08: Mein Tag begann um sechs
00:29:09: Uhr
00:29:10: Und dann hab' ich mich natürlich überhaupt erst mal frisch gemacht Dann meine ganze Klamorte angelegt Und dann war es meistens so, mein Zimmer lag ja gegenüber der Marmsell und ich bin dann sozusagen raus in den Flur.
00:29:26: Und da war sie dann meistens glaube ich auch schon bei euch unten um alles um das Frühstück zu zubereiten.
00:29:32: und dann bin ich durch diese endlos lange Flucht mit diesen vielen vielen Zimmern links und rechts und habe alle Kinder geweckt und hab die Herrschaften geweckt.
00:29:39: Da musste ich anklopfen und mich ankündigen.
00:29:42: Den Raum betreten durfte ich nicht!
00:29:44: Es war also wirklich nur ein Klopfen Und dann von drinnen kam irgendwelche verschlafenen Stimmen, da wusste ich okay.
00:29:51: Erwecken ist vollbracht und dann ganz zum Schluss am Ende des Fluors neben dem Klassenzimmer hat der Moseler seine Kammer!
00:30:00: Der war immer das größte Problem den wach zu bekommen weil er schlief wirklich so tief und fest.
00:30:06: also ich habe dort mehrmals angeklafft Dann bin ich auch rein.
00:30:09: manchmal musste sich auch an ihm röckeln, er hatte nämlich gar nichts mitbekommen.
00:30:12: Und allein dieses Weckritual am Morgen war schon ein Riesending, bis alle diese Menschen die dort oben schliefen wach waren.
00:30:20: Es waren ja fünf Kinder glaube ich, es waren gute Leute und der Hauslehrer.
00:30:24: Die Mamsel war meistens schon auf dem Bein, die war dann schon unten bei euch.
00:30:27: Alleine das war schon eine Riesenprozedur.
00:30:28: Dann ging's ja runter zu euch.
00:30:30: ihr wart dann schon dabei das Frühstück zu bereiten und das Brot zu schneiden und den Aufschnitt und den Käse und die Butter den Kakao anzurühren und oben musste dann die Tafel gedeckt werden frisch eingedeckt.
00:30:43: Wir haben das abends nie gemacht, witzigerweise irgendwie weil wir abends einfach alle auch viel zur Schöpf fahren sondern das fand dann wirklich morgens zwischen halb sieben und sieben statt und da war die Tafel gedeckt und dann bin ich runtergerauscht zu euch mit riesen Tabletts?
00:30:57: beziehungsweise wer hat mir diesen Hausaufzug?
00:30:59: Da habt ihr ja auch vieles reingestellt und ich habe es dann oben in Empfang genommen und hab dann eben die Tafe gedeckt den Kaffee und den Kakao Und der Moseler, meistens hing er irgendwo auf der Treppe und kriegte sein Hemdkragen nicht zu.
00:31:16: Dann musste ich auch noch assistieren und musste mir da noch irgendwelche hämischen Bemerkungen von ihm anhören weil sein Hals so dick war und ich den Kragen nicht zugericht.
00:31:28: Er hat sich dann herrlich über mich lustig gemacht wie unfähig doch dieser Diener ist.
00:31:31: Wir haben uns glaube ich nichts geschenkt.
00:31:33: wir haben uns regelmäßig ganz gut behagt.
00:31:36: Er konnte etwas umgehalten sein Und war aber auch so herrlich in seiner Rolle.
00:31:41: Ich hab ihn geliebt, ich fand ihn so großartig diesen Hauslehrer der hätte mit niemand anderem so gut besetzt sein können als mit ihm.
00:31:49: Ich liebte ihn über alles!
00:31:50: Er war unglaublich großartiger.
00:31:53: Er war hochbegabt also ein fantastischer Musiker auf dem Klavier und er hatte eine wundervolle Rhetorik.
00:32:00: Also er passte so großartig in die Zeit.
00:32:02: Im Grunde hätte er in diese Zeit gehört, also eigentlich war er... Ja, das stimmt!
00:32:06: Viele Fernsehzuschauer fanden ihn ja unsympathisch,
00:32:10: aber
00:32:10: der aber gar nicht, ne?
00:32:12: Nein, es war gar nicht.
00:32:12: Ich fand auch, nee, ich fand auch.
00:32:14: Absolut zu unrecht.
00:32:15: Ich hab ihn geliebt, er war eine große Art Sagen.
00:32:18: So jetzt gab's Frühstück und jetzt waren jetzt so die Herrschaften und alle über die da Frühstücken durften, die nahmen da jetzt Platz Und du hast den Boot gebracht oder Tee eingeschrieben?
00:32:28: Naja, ich musste anstecken Wenn ich warten, wie es der Codex verlangte.
00:32:33: Denn erst mit dem Erscheinen der Haus der Gutsherren also der Hausdame die ja Chefin am Tisch ist das kam auch gar nicht so raus.
00:32:41: aber die Gutsdame war tatsächlich die Chefin und erst wenn sie überhaupt Platz nahmen durften alle anderen sich auch setzen
00:32:50: Und da haben die ihn dran gehalten?
00:32:54: Das funktionierte im privaten nicht so unbedingt.
00:32:57: Also Herr Modeler hielt sich natürlich sehr genau an die Etikette, aber dann in der größeren Runde wenn Gäste eingeladen waren.
00:33:04: es kam ja auch das Pfarrersehepaar und die Gutsleis waren immer irgendwie Gäster eingeladene.
00:33:09: In dem Moment wo es förmlich wurde klappte das hervorragend.
00:33:13: jedenfalls gehörte zu meinen Aufgaben, dann zu warten.
00:33:17: Der Gutsdame natürlich den Stuhl erstmal rauszuziehen ein bisschen und ihr den Platz anzubieten und sie dann auch sozusagen am Tisch zu platzieren.
00:33:26: erst wenn sie saß durfte ich servieren.
00:33:28: Und dann holte ich aus dem Nebenzimmer eben auch die frischen Speisen den heißen Kaffee und den heißem Kakao und bediente dort Rai Om natürlich erst die Hausdame und dann in Haus Herm.
00:33:40: Dann kam Herr Moseler dran und dann kam die Kinder dran.
00:33:43: War ein Ritual, das ging mit Sicherheit gut eine Stunde!
00:33:46: Ja... Und ich stand da und musste eben von Abel Set bedienen und immer auch also schweigend im Hintergrund natürlich.
00:33:54: Das Wichtigste war dass es mich eigentlich gar nicht gab aber dass sich präsent war wenn man mich brauchte.
00:34:01: Genau und Sonja als Hausmädchen tat ihr übrigens dazu wir teilten uns dann auch so ein bisschen dir Aufgaben und jeder hatte dann so ein bischen auf seinen Blick.
00:34:10: Sie guckte dann vielleicht nach den Kindern, ich guckde dann eher nach den Gutsleuten.
00:34:14: und ja du das war zu Tisch.
00:34:17: Wurde morgens alle waren sie noch ein bisschen brummelig und grummelig und verschlafen und dann wurde ein bisschen rumgemäckert Kaffee wäre zu dünn oder zu stark oder keine Ahnung Und ich habe das dann alles natürlich schweigen hinnehmen müssen ohne Kommentar sauste dann runter in die Küche und dann kam halt das Kommando Befehl, Kaffee muss stärker sein.
00:34:37: Milch muss heißer sein, Kakao ist so dünn!
00:34:40: Und dann flitze die Mamsel.
00:34:41: ihr flitztet und alle mussten irgendwie machen und dann bin ich wieder hoch geflitzt.
00:34:45: Ich weiß nicht wie oft ich diese Treppe in diesen zwei Monaten hoch und runter
00:34:48: geraten habe.
00:34:49: Ja, du warst ja auch so groß und die Treppe war
00:34:52: doch klein.
00:34:54: Ja genau und der Eingang aus dem Seitenzimmer von der Anrichte in den herrschaftlichen Speiseraum.
00:35:03: Das war ja auch nochmal so ein Türchen, was gerade mal vielleicht einen Meter siebzig hoch war.
00:35:08: Das heißt ich musste jedes Mal abtauchen und dann automatisch quasi in dieser dienahaften Haltung da auch erscheinen.
00:35:15: Also du wurdest sozusagen allein schon der Türrahmen hat dich klein gehalten, ja?
00:35:19: Das war sehr sinnweltlich!
00:35:24: Der durch dieses Zürich geht...der muss schon in die dienahafte Haltung ankommen.
00:35:31: Dann war das Frühstück vorüber, dann sind die natürlich die Kinder in den Unterricht.
00:35:35: Dann gab es meistens oben eine Standpauke weil irgendwas nicht passte und Herr Mosler nicht sehr gut gelaunt war.
00:35:40: der musste ja auch den wirklich strengen Lehrer von nineteenhundert vier spielen.
00:35:45: Das war für ihn mit Sicherheit auch ne Herausforderung Weil er war ein unglaublicher Menschenfreund.
00:35:50: Und genau und für uns ging's dann unten weiter also die Tafel klären alles abräumen alles zu euch nach unten bringen und dann erst durften wir frühstücken.
00:35:59: Und dann war es aber auch schon neun halb zehn.
00:36:02: Genau, ihr habt ja auch nach uns allein gefrühstückt?
00:36:06: Genau in der Gesindekammer gab's diesen schönen Raum, der war für uns und da gab's das Frühstück.
00:36:14: Ich hab aber häufig so lange gar nicht durchhalten können... ...und jetzt kommt was, was niemand in der Serie gesehen hat!
00:36:20: Was ich heimlich gemacht habe, war im Anrichtezimmer Da stand der heiße Kakao und ich hab mir gedacht, Moment.
00:36:29: Ich renn hier seit drei Stunden schon hin und her nonstop bin für alle da!
00:36:33: Und dann habe ich mir manchmal die Frechheit erlaubt... Das ist leider nie gefilmt worden aber das wäre eine nette kleine Anekdote gewesen dass ich dann vom Herrschaftlichen Kakaomier einen Becher eingegossen habe und den habe ich heimlich.
00:36:46: im Anrichtezimmer habe ich den dann getrunken weil ich einfach merkte mir geht so die Flatter und ich bin so hungrig
00:36:54: Und
00:36:54: Frühstück ist für mich immer ganz wichtig.
00:36:56: Da habe ich mich dann heimlich ein bisschen gestärkt am Herrschaftenverkaufe.
00:37:02: Ja, waren theoretisch nicht erlaubt.
00:37:04: Praktisch zum Beispiel wenn ich jetzt einen Flugzeug arbeite und der erste Service läuft also egal welche Mahlzeit das jetzt ist es hängt ja von der Uhrzeit ab aber da hab' ich auch ganz oft So schlimm Hunger und die zieht sich schon so über zwei, drei Stunden auch so einen Servicegang.
00:37:18: Und dann stehe ich auch so oft in der Küche und esse Brot weil das ist das Einzige wo man weiß dass es über alles andere muss ja erstmal geguckt werden ob überhaupt was über bleibt.
00:37:28: ne?
00:37:28: Ja genau also es ist auch der ähnliches ist eigentlich nicht okay.
00:37:31: Es sagt aber auch keiner.
00:37:32: was weil wir sowas machen nach
00:37:34: der Etikette von nineteen hundert vier wird wäre das natürlich ein enormer Verpaar gewesen.
00:37:43: Also
00:37:43: wenn der St.
00:37:44: Gutzerr das ernst auf ernst gemeint hat, dann seid ihr runtergekommen und dann habt ihr selber gegessen?
00:37:51: Dann wurde gefrühstückt!
00:37:52: Ja genau so, da war es keine Ahnung, zehn sei ich.
00:37:55: Und was habt ihr dann bis zum Mittagessen gemacht?
00:37:57: Ja
00:37:57: denn ging's ja, das habt ihr in der Küche ja lebt nenn'n schon wieder um die Vorbereitung des Mittags essen.
00:38:02: Das heißt wir mussten oben nach der Tafel sehen Wir mussten neu eindecken, das war ein riesiges Prozedere Also für diese fünf Kinder, zwei Gutsleute.
00:38:13: Dann Herrn Moseler dann auch noch ... wie hieß sie die ... Sieger
00:38:17: oder Eger?
00:38:20: Genau, Mademoisega, die guvernante, die ja eigentlich für die Erziehung der Kinder da war, dann musste für alle eingedeckt werden und das waren natürlich immer eine große Tafel.
00:38:31: Und es war ein Riesengeschäft weil es ja nicht nur Eingang gab zum Mittagessen sondern es gab zwei drei vier Gänge Und das war also unglaublich aufwendig, dieses ganze Geschirr und Besteck.
00:38:41: Und an alles zu denken, dass auch wirklich alles schön sauber ist die Stühle richtig dehnen, die Tischdecke auch wirklich faltenfrei und frisch und fleckenfrei und alles Piccobello sein musste weil darauf wurde ja sehr geachtet.
00:38:55: Es ging wirklich von der Ausrichtung des Bestecks bis hin zu den Servietten, bis hin zum Gläsern.
00:39:01: dann ging es um die Reihenfolge was wird gegessen wie wird gegessen?
00:39:04: Wie liegt das Besteckt?
00:39:06: Wir sind ja als Lienerschaft, sind wir damals ja richtig zwei Tage lang von einem professionellen Hotelier.
00:39:13: Sind wir geschult worden in die Art und Weise des Serviens als auch des Tischdeckens also welche Gläser zu welchem Wein, welches Besteck zu welchen Essen?
00:39:22: dann?
00:39:22: wo liegt der kleine Löffel?
00:39:24: Wo liegt der große Löffeln?
00:39:25: Wo licht der Suppenlöffel?
00:39:26: Wohle ich das Fischmesser und das Schneidemesser usw.
00:39:29: Also alles wurde ganz präzise uns beigebracht.
00:39:32: wie wir das alles dann eindecken müssen Das war eine Kunst Und mit dieser Kunst waren wir allein schon mit Sicherheit eine Stunde noch mal beschäftigt.
00:39:40: Dann ging es ja auch darum, diese zwei Riesenhunde die ja auch immer irgendwo rumlagen und das Kamerateam, das spürte ich immer im Rücken sobald die Hunde dort rumlungerten wartete das Kammerateam darauf dass der Diener mit dem Geschirr kamen und auch wirklich mal über diese Hunde steupert.
00:39:57: aber den Gefallen habe ich den Leuten nie getan weil ich wusste ihr wartet drauf.
00:40:02: Aber es gab natürlich auch so Situationen, die Hunde haben sich erbrochen.
00:40:10: Du wurdest dann hochkommandiert und solltest das wegmachen?
00:40:13: Das fand ich schon extrem übergriffig.
00:40:15: Darf mir nein!
00:40:16: Das geht gar nicht, dass wenn ihr das jetzt machen musst.
00:40:19: Für mich war es kein Thema.
00:40:20: Ich bin mit Hunden groß geworden und weiß, dass sie ab und zu irgendwelche Schweinereien anrichten.
00:40:25: also wurde das weggebürstet.
00:40:27: Aber es war immer am Vormittag irgendwas und es gab immer irgendwelche Aufgaben.
00:40:31: Es gab die Einkäufe, es gab die Ausflüge des Gutsherrens... Man musste ihn begleiten!
00:40:35: Man muss mit der Kutsche irgendwo hinfahren, man musste Einladung transportieren.
00:40:39: Also es war eigentlich ... Der Vormitag war immer gefüllt.
00:40:41: Dann kam das Mittagessen, dann ging die gleiche Prozedur von Neuem los.
00:40:45: Man stand wieder und servierte und rannte und machte uns hart.
00:40:48: Das war ein ewiger Tanz!
00:40:50: Das ging dann auch wieder bis vierzehn, fünfzehn Uhr.
00:40:53: Bis dann alles wieder geräumt und geklärt war.
00:40:55: Und dann wurde schon wieder fürs Abendessen alles vorbereitet.
00:40:57: Also der Tag bestand eigentlich überwiegend aus der Pflicht sich um das Wohl der genehmigen Herrschaften zu kümmern... ...und es war ja auch so dass die dann zwischendrin ständig auch Wünsche hatten.
00:41:06: Nicht?
00:41:07: Dann musste der Nachmittagskaffee serviert werden.
00:41:09: Da musste er Kuchen serviert werde.
00:41:10: Dann gab es hier einen Wunsch, dann gab es dort einen Wunscht.
00:41:13: Dann musste kühle Lemonade für die Kinder serviert Und so weiter und sofort.
00:41:17: Also wir waren eigentlich oben, muss ich schon sagen nonstop am Rennen.
00:41:21: also aus heutiger Sicht kann ich gar nicht sagen wie ich das überstand habe weil mein Tag endete nicht mit dem Abendessen sondern die Herrschaften saßen dann ja oben im Salon meistens bis zum elf halb zwölf Uhr nach in endlosen Gesprächen und und Lektüre und was es alles gab und Ich war dann wirklich der Letzte der dann rumging und im Haus dann die Lichter löschte.
00:41:43: Das waren ja auch Petroleum-Lampen Es waren Kerzen.
00:41:48: Und ich musste im gesamten Erdgeschoss danach schauen, dass alle Lichter gelöscht sind und dann war es meistens schon elfhalb zwölf.
00:41:54: Ja,
00:41:55: Wahnsinn!
00:41:56: Also du hast auch während dieses Zwischenaufstehen-und-zu-Bettgehen dein Zimmer nicht wieder betreet?
00:42:01: Nein!
00:42:02: Kein einziges Mal!
00:42:05: Ich weiß, es gab glaube ich ein oder zwei Tage wo dann wirklich irgendwie mal so viel Leerlauf dass ich dann wirklich auch mal an irgendeinem Nachmittag völlig ermattet in mein Bett sank und mir nur dachte, mein Gott was tu' ich hier gerade?
00:42:19: Ich lese mich hin.
00:42:21: Das ist ja eines Dieners unwürdig!
00:42:23: Also ich stand natürlich immer, immer an der Seite des gnädigen Herrn...ich war immer im Ruf näher.
00:42:29: Sie hatten ihr Glöckchen irgendwo und dann bemüllte das, man kam nicht angelaufen Und musste immer präsent sein.
00:42:36: Aber sie waren auch, muss ich auch sagen sehr, sehr freundlich.
00:42:40: Ja, ich glaube wenn ich gut zerr gewesen wäre.
00:42:44: Ich glaube ich hätte das auch mal so richtig ausgekostet!
00:42:47: Ja er sagt ja hätte das so richtig ausgekostelt?
00:42:49: Ich bin mir gar nicht sicher ob ich das auch sagen würde denn es wahrscheinlich geht es an genauso dass es uns am Ende unglaublich schwer fallen würde von Menschen die uns doch in der heutigen Gesellschaft gleichgestellt sind so viel Bedienung zu verlangen.
00:43:05: Ich bin auch bis heute jemand der als Jurdez in den Hotelzimmern erst mal aufräumen, bevor er das Zimmer verlässt.
00:43:11: Also dass Bert noch einmal aufschlägt und den Müll zusammenräumt und bloß die Cleaning-Personal möglichst wenig zu tun hat weil es eben so schwer ist sich von jemand anderem bedienen zu lassen.
00:43:23: Arndt und ich haben aber noch ganz viele andere Sachen besprochen und diskutiert.
00:43:28: Es wird eine zweite Folge geben mit Arndts und mir.
00:43:31: Wir würden uns freuen wenn euch diese Folge gefallen hat.
00:43:34: Wenn ihr euch das interessiert habt habt, dann schreibt uns gerne in die Kommentare.
00:43:39: Wir versuchen das auf jeden Fall... Ich habe schon gesagt und ich rufe dich wieder an und dann besprechen wir alles was die Leute noch wissen wollen!
00:43:46: Also fragt uns das gerne bis zur nächsten Folge.
00:43:49: erstmal Alles Gute.
00:43:50: wir freuen uns auf euch Tschüss.
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